Kalender

  • Mi 26.09 , 18:00h
  • Do 27.09 , 12:00h
  • Fr 28.09 , 12:00h
  • Sa 29.09 , 12:00h
  • So 30.09 , 12:00h

Aurora Reinhard "High Rider (kulta)", 2009, courtesy Miettinen Collection

Ausstellung, Private Sammlung
Salon Dahlmann

Ausstellung 22 SEP—15 DEZ 2018

Sonderöffnungszeiten zur Berlin Art Week:
26 SEP, 18—21 Uhr, 27—30 SEP, 12—18 Uhr

Aurora Reinhard. High Rider

Die in Helsinki lebende Aurora Reinhard geht davon aus, dass die in unserer Gesellschaft vorhandenen Vorstellungen von Mann und Frau, von Gender und Sexualität historisch gewachsene Konstruktionen und Diskurse sind. Mit ihren Fotoarbeiten, Skulpturen und Videos hinterfragt sie insbesondere das Fremd- und Selbstbild von Frauen in den Medien und der Konsumwelt. Doch geht es ihr bei ihrer Arbeit auch um die Geschlechterspannung als Teil unserer Kultur- und Geistesgeschichte, die viel weiter zurückreicht, als die gerade aktuellen Debatten. Dieser zu Recht feministisch zu nennende Ansatz konkretisiert sich immer wieder in irritierend schönen, die Sinne und den Verstand der Betrachterinnen und Betrachter gleichermaßen herausfordernden Werken. Sie reichen von zum Teil verstörenden und provozierenden Fotoarbeiten über Skulpturen bis hin zu Videos, in denen die Grenzen, Spannungen, aber auch die Übergänge zwischen den Geschlechtern differenziert, kritisch und zugleich mit großer Anteilnahme betrachtet werden.

Für ihre Ausstellung hat die Künstlerin mehrere neue Arbeiten entwickelt und sich dabei von Bildern inspirieren lassen, die aus dem Fundus des abendländischen Bildgedächtnisses stammen. Einige von ihnen reichen weit in archaische Zeiten zurück wie etwa das Doppelmotiv von Mutter und Kind. Aber auch die Gestalt des mit Pfeilen durchbohrten, ein grausames Schicksal erleidenden heiligen Sebastian gehört dazu. Allerdings wechselt in diesem Falle die Figur des christlichen Märtyrers ihr Geschlecht und wird zu einer gefesselten, mit Pfeilen gespickten Andromeda.

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