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Real scale reconstruction of Halit Yozgat’s internet cafe at the House of World Cultures (HKW) in Berlin, constructed between 6-11 March 2017. Image: Forensic Architecture, 2017

Eröffnung
Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)

Eröffnung 28 SEP, 19 Uhr bei after the butcher
Spittastraße 25, 10317 Berlin

Eröffnung Verstrickungen

Eröffnung bei after the butcher

after the butcher stellt mit Verstrickungen / Entanglements drei künstlerische Positionen vor, die sich mit Fragen beschäftigen, die schon die historische Moderne in der Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus beschäftigten: Wie kann Kunst in die Gesellschaft hinein agieren? Kann sie zukunftsweisende Ideen implementieren, die die gegenwärtige Situation positiv verändern?

Die Arbeit 77sqm_9:26min von Forensic Architecture hat sich in diesem Sinne, wie nur wenige andere künstlerische Arbeiten, sowohl in einen laufenden juristischen Prozess als auch in eine politische Debatte eingeschaltet. Die Gesellschaft der Freund*innen von Halit, ein internationaler Zusammenschluss von Künstler*innen und Aktivist*innen, beauftragte eine Forschungsgruppe aus London, die Verstrickungen des hessischen Verfassungsschutzbeamten Andreas Temme in den Kasseler NSU-Mordfall von Halit Yozgat zu untersuchen. Die Forschungsgruppe widerlegt in einer detaillierten Simulation die Aussagen des Geheimdienstagenten, der zum Zeitpunkt des Mordes am Tatort in einem Kasseler Internetcafé anwesend war.

Die Bildhauerin Michaela Meise präsentiert erstmals ihre Recherchearbeit Der Ort, Station Z von 2007 in Berlin. Die sogenannte Station Z war ein getarnter Hinrichtungsort innerhalb des NS-Konzentrationslager Sachsenhausen. Meise fokussiert in ihrer Arbeit die KZ-Gedenkstättenarchitektur dieses aufgeladenen Ortes. In einem Künstlerbuch reflektiert sie die unterschiedlichen Kontexte von Gedenkstätten in der DDR und in der BRD und ihre architektonischen Lösungen und Ausformungen.

Tomás Saracenos Netzinstallationen und Flugobjekte, die es Menschen ermöglichen durch die Lüfte zu gehen, sowie seine Plexiglaskuben, in denen Spinnen ihre filigranen Netze knüpfen, sind vielfach ausgestellt worden. Für die Ausstellung Verstrickungen bei after the butcher wird der Künstler mit einer Radioantenne experimentieren, die ein Freifunknetzwerk mit Live-Übertragungen von Geräuschen speist, die Spinnen bei ihrer Arbeit am Netz hervorbringen.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) anlässlich dessen Ausstellungsprojekt A 37 90 89 – Die Erfindung der Neo-Avantgarde über den vor 50 Jahren von Kasper

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