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"backgroundstories", 2017, © Mari Poller / VG Bild/Kunst
"collection po(i)litique", Performance © Karina Villavicencio / Fotograf Alpha Smoot

Ausstellung, Eröffnung
Donau Ecke Ganghofer

Ausstellung 14 SEP—14 OKT 2017
Eröffnung 14 SEP, 17 Uhr

Immaterielle Kollektionen - drei Beobachtungen

Die in Berlin lebenden Künstlerinnen Karina Villavicencio, Mari Poller und Stephanie Hanna dokumentieren, sammeln und editieren soziale Beobachtungen in verschiedenen künstlerischen Medien. Mari Poller sucht in Selbstdarstellungen junger Frauen in den Social Media nach der Geschichte hinter der Einheitspose, Karina Villavicencio sammelt Gesten und körpersprachliche Ausdrucksweisen von Menschen verschiedenster Hintergründe und Stephanie Hanna extrahiert in ihrer Audiosammlung von Rat für ein gutes Leben Wesentliches aus Gesprächen mit Unbekannten. Diese drei immateriellen Sammlungen heben oft Übersehenes hervor und fordern die Betrachtenden heraus zu einer aktiven Rezeption und Selbstpositionierung. 

Künstler: 

Mari Poller ist eine deutsche multidisziplinär tätige Künstlerin und lebt in Berlin. Sie hat einen MA in Archäologie der Universität von Bonn, einen MA in Kunstgeschichte der Humboldt Universität und einen MFA der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Sie arbeitete als Archäologin in Europa und im Nahen Osten, als Künstlerin wurden ihre Arbeiten in Galerien und Festivals in Europa und in den USA gezeigt, unter anderem in der Galerie des Westens, im Festival Miradas de Mujeres und MECA Mediterráneo Centro Artístico.

 

Karina Villavicencio ist eine interdisziplinäre Künstlerin in den Bereichen Performance, Fotografie und Kunstforschung. Der Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist ihre persönliche Geschichte. Als Argentinierin, die in Frankreich und Deutschland lebt, thematisiert sie Standortwechsel, Migration und Grenzen, die Begegnung mit dem Anderen und die Erinnerung. Sie arbeitet mit Wolle, Haaren und anderen leicht transportierbaren Materialien. Heute lebt sie in Berlin und organisiert diverse künstlerische Plattformen und Festivals zur Genderthematik.

Stephanie Hanna arbeitet situationsspezifisch und meist ausserhalb typischer Kunstkontexte mit den Medien Audio, Video, Installation und Performance. Sie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und an der Hogeschool voor de Kunsten Utrecht in den Niederlanden und machte den M.A. „Art in Context“ an der Universität der Künste Berlin. Von 2005 bis 2012 führte sie mit ihrem Projekt „senior street art“ praktisch künstlerische Vermittlungsarbeit von Graffiti und Street Art für die ältere Generation ab 60 Jahren durch und realisierte Arbeiten unter anderem am Haus der Kulturen der Welt in Berlin, in der Autostadt Wolfsburg und mit ibk kubia / Akademie Remscheid - mehr dazu auf www.seniorstreetart.de. Stephanie nutzt Formen der Partizipation im Entstehungs- und / oder Rezeptionsprozess ihrer Arbeiten. Seit 2011 bespielt Stephanie Hanna das ungenutzte Kaufhausschaufenster an der Donau- Ecke Ganghofer Straße mit eigenen und kuratierten Reihen.

Eröffnung 14 SEP, 17 Uhr

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