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  • Mi 13.09, 19:00h
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Thomas Feuerstein, PROMETHEUS DELIVERED, 2017 Marmor, Schläuche, 210 x 140 x 60 cm (Arbeitsansicht Oktober 2016) © Thomas Feuerstein
Thomas Feuerstein, OKTOPLASMA, 2017 Kohle auf Papier, 180 x 135 cm © Thomas Feuerstein

Ausstellung, Eröffnung
Haus am Lützowplatz

14 SEP—19 NOV 2017
Eröffnung 13 SEP, 19 Uhr

Thomas Feuerstein — Prometheus Delivered

Das Haus am Lützowplatz zeigt in Berlin die erste institutionelle Einzelausstellung des österreichischen Künstlers Thomas Feuerstein (*1968, lebt in Wien). Der an der Schnittstelle von angewandter und theoretischer Wissenschaft arbeitende Künstler verschränkt in seinen Projekten Episteme aus Philosophie, Kunstgeschichte und Literatur mit Biotechnologie, Ökonomie und Politik zu einem künstlerischen Narrativ, welches Fragen nach existentiellen Grundparametern und dem Ursprung von Leben eröffnet. Ein wesentlicher Aspekt von PROMETHEUS DELIVERED ist die Dekonstruktion des griechischen Mythos über die menschliche Schöpferkraft und Hybris. Aus der Replik einer klassizistischen Marmorskulptur, die die Bestrafung des antiken „Feuerbringers“ zeigt –  gefesselt an den Kaukasus, wird ihm von einem Adler seine täglich nachwachsende Leber aus dem Leib gerissen –  werden durch chemoautolithotrophe Bakterien Nährstoffe für eine Kultur menschlicher Leberzellen gewonnen. Der komplexe Transformationsprozess, in dem sich anorganische Materie zu organischem Gewebe (Fleisch) verwandelt, vollzieht sich in einer raumgreifenden Laborinstallation, die einem mit großem Aufwand betriebenen Wirklichkeitsbegriff gehorcht. Feuerstein übersetzt den Prometheus-Mythos in einen (re)produktiven Zyklus, der zwischen dem menschlichen Körper und der Skulptur einen tatsächlichen materiellen Bezug herstellt.

Die Ausstellung ist ein Kooperation mit der Eres Stiftung München und wird realisiert durch die Berliner Schering Stiftung.

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