Berlin Art Week

Talking Galleries / Berlin

Zwei Podiumsdiskussionen in  Kooperation mit der Berlin Art Week bei der abc art berlin contemporary, Station-Berlin
18. SEP und 19. SEP, 11:00 – 12:30 Uhr
Eintritt frei 

TALKING GALLERIES ist eine Plattform für Galeristen und all diejenigen, die in der Kunstbranche tätig sind und sich zu den neuesten Entwicklungen und Trends in diesem Bereich austauschen möchten. Internationale Kunstexperten der Branche treffen hier zusammen und diskutieren über Erfahrungen, Veränderungen sowie Folgen und neue Geschäftsmodelle.

Die Berlin Art Week und TALKING GALLERIES haben sich in diesem Jahr erstmals als Partner zusammen-getan und veranstalten zwei Podiumsdiskussionen, die explizit auf internationale Trends, Unterschiede und Parallelen eingehen und dabei die spezielle Galerienlandschaft in Berlin nicht aus dem Blick verlieren.

TALKING GALLERIES / BERLIN bietet bei zwei Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen Teilnehmern am 18. SEP und 19. SEP in der Station-Berlin ein Forum für den Austausch, moderiert von Chris Dercon am Freitag und Chus Martínez am Samstag.

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Panel 1

Freitag, 18. September 2015, 11.00 - 12.30 Uhr
Der Mehrwert der Zusammenarbeit mit einer Galerie.

Moderator: Chris Dercon
Sprecher: Angela Choon, Harald Falckenberg, Dr. Sabine Breitwieser

Die Rolle der Galerie wird nicht nur vom Markt bestimmt, sondern auch durch ihre Aufgabe, Kulturgüter in die kommerzielle Sphäre einzuführen. Der Prozess der Vermittlung, für den die Galerie seit ihren Anfängen verantwortlich ist, hat sich verändert. Mussten die Galerien früher etablierte Codes und Narrative lesen und interpretieren, so müssen sie heute Interpretationsräume schaffen und selbst Codes und Narrative generieren. Heutzutage regen Galerien für zeitgenössische Kunst Debatten zwischen Künstlern und der Community an, unterstützen dabei Künstler in ihrer Karriere und schaffen neue kritische Erinnerungen der Gegenwart. Handeln, Kuratieren, Ausstellen, Publizieren, Fördern und Vermitteln – all dies gehört zu ihrem Aufgabenbereich. So generieren sie eine einmalige Art von Wissen, das als Mehrwert für das Kunstökosystem insgesamt kommuniziert werden muss. 

Auf diesem Podium wird erörtert, warum es besser ist, mit einer Galerie zusammenzuarbeiten, wenn man Ausstellungen vorbereitet, Kataloge plant und allgemein mit dem Werk von Künstlern und Künstlerinnen zu tun hat. Um diese Themen umfassend anzugehen, muss die Diskussion die Standpunkte unterschiedlicher Akteure und Player auf dem Gebiet berücksichtigen.

Panel 2

Samstag, 19. September 2015, 11.00 - 12.30 Uhr
Wie wächst man mit seinen Künstlern? Unterschiedliche Galeriemodelle.

Moderator: Chus Martinez
Sprecher: Victor Gisler, Jochen Meyer, Łukasz Gorczyca 

Beziehungen zwischen Galeristen und Künstlern basieren auf starkem Engagement. Die Zusammenarbeit kann geprägt sein von Leidenschaft und Abneigung, Vertrauen und rechtlichen Beziehungen sowie großen Risiken und Gewinnmöglichkeiten für beide Seiten. Es ist eine sehr spezielle Art von Beziehung, die Galeristen wirklich pflegen müssen, während sie dabei aber auch mögliche weitergehende Konsequenzen zu bedenken haben. Galeristen müssen zur Verfügung stehen, um effektiv auf die Anforderungen der Künstler zu reagieren und zuzuhören, was diese vermitteln wollen. Die Aufgabe der Galerien ist es, Künstlern dabei zu helfen, ihren Ort zu finden – hinsichtlich des Publikums und des Marktes, und zwar im Kontext der zeitgenössischen Kunstproduktion, selbst wenn der Markt zögerlich ist. 

Galeristen werden daher auf unterschiedlichen Ebenen zu Schnittstellen für die Künstler, die sie unterstützen, denen sie im Umgang mit ihrem Ehrgeiz, ihren Zweifeln, der Konkurrenz mit anderen Künstlern usw. beistehen. Wegen ihrer Nähe zu den Künstlern agieren Galeristen als deren Manager und Ratgeber und unterstützen sie in ihrer künstlerischen und professionellen Entwicklung. Sie müssen nicht nur mit dem Stress den kreativen Prozesses selbst umgehen, sondern auch mit Vorschlägen von Institutionen und Museen, Kunstmessen und sogar anderen Galerien. Notwendig dafür sind unternehmerisches Geschick wie auch intellektuelle und kritische Fähigkeiten, um einerseits dem Druck zu widerstehen und andererseits Ideen zu entwickeln, wie Galeristen die Künstler in ihrer künstlerischen und professionellen Entwicklung am besten unterstützen können. 

An diesem Podium werden Repräsentanten einiger international anerkannter Galerien für zeitgenössische Kunst teilnehmen, um über ihre Best Practices, Geschäftsmodelle und Vorgehensweise zu berichten und sich mit dem Publikum auszutauschen.

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