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© Özlem Altın, Shape, 2019, Installationsansicht, nGbK © Alice Creischer/Andreas Siekmann, Bonjour tote Arbeit, 2019, Installationsansicht nGbK, Foto: Nihad Nino Pusija© Özlem Altın, Shape, 2019, Installationsansicht, nGbK

19-07-19

50 Jahre nGbK

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag! Die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) blickt anlässlich ihres Jubiläums mit der Ausstellung ›Arbeitsgruppe Kunst. 50 Jahre neue Gesellschaft‹ auf ihre Gründungszeit und Geschichte zurück. Die Ausstellungsmacher haben die umfangreiche Geschichte des Vereins in vier zentrale Themenkomplexe gegliedert. Unter den Titeln ›Solidarisieren‹, ›Forschen‹, ›Arbeiten‹ und ›Lernen‹ erhalten Besucher*innen Einblicke in die Arbeitsweise und vergangenen Projekte des Vereins. Zudem haben die eingeladenen Künstler*innen Özlem Altın, Alice Creischer/Andreas Siekmann sowie Aykan Safoğlu und Nihad Nino Pušija in Auseinandersetzung mit der Geschichte des Vereins neue künstlerische Arbeiten entwickelt. Creischer und Siekmann beschäftigen sich in der Arbeit ›Bonjour tote Arbeit‹ mit aktuellen wirtschafts- und stadtpolitischen Themen, wie sie für die nGbK immer wieder von Bedeutung sind, während Safoğlu in ›Touching Feeling‹ und Altın in ›Shape‹ Material aus dem fotografischen Archiv des Vereins bearbeiten und zum Bestandteil ihrer Kunst machen.

Eine solche vielstimmige Rückschau passt zum Charakter des basisdemokratisch organisierten Kunstvereins. Seit der Gründung im Jahr 1969 gestalten die Mitglieder des Vereins aktiv das Profil der nGbK in Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen und Rechercheprojekten mit. Inhaltlich kreisen die Projekte der nGbK beispielsweise um genderpolitische und postkoloniale Fragestellungen sowie um den Themenkomplex der Urbanismuskritik.

Ein Projekt des Vereins mit ebenfalls langjähriger Tradition ist der Wettbewerb ›Kunst im Untergrund‹, welcher sich als Nachfolgeveranstaltung von ›Kunst statt Werbung‹ mit der künstlerischen Gestaltung von öffentlichem Raum, speziell in U- und S-Bahnhöfen, auseinandersetzt. Als Partner der Berlin Art Week 2019 wird die nGbK am 14/15 SEP 2019 die neueste Ausgabe des Projekts mit dem Titel ›Kunst im Untergrund 2019. Up in Arms‹ eröffnen. Gegenstand des diesjährigen Wettbewerbs ist die kritische Auseinandersetzung mit der globalen Rüstungsindustrie. Ein Thema, das neben seiner globalen Perspektive auch konkrete Bezüge zu Berlin aufweist. Schließlich werden in Berlin nicht nur durch den Deutschen Bundestag Entscheidungen über die Regulation deutscher Rüstungsgeschäfte getroffen, sondern haben auch große Rüstungskonzerne wie Thyssenkrupp Zweigstellen vor Ort, die sie für ihre Lobbyarbeit nutzen. Dazu werden Werke von Beatrice Schuett, Alexis Dworsky in Zusammenarbeit mit Cajus Heinzmann, Miro Kaygalak und Stephanie Hanna auf den Bahnhöfen der U6 Stadtmitte, Platz der Luftbrücke und Paradestraße zu sehen sein.


›Arbeitsgruppe Kunst. 50 Jahre neue Gesellschaft‹
22 JUN—04 AUG 2019

›Kunst im Untergrund 2019. Up in Arms‹
14 SEP—Ende 2019
U-Stadtmitte, U-Platz der Luftbrücke, U-Paradestraße

neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK)
Oranienstraße 25
10999 Berlin
Sa—Do 12—18 Uhr, Fr 12—20 Uhr
Eintritt frei