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Statista, Haus der Statistik, Schriftzug „ALLESANDERSPLATZ“ © Victoria Tomaschko

03-07-19

Allesandersplatz

Mit der Ausstellung  ›Haus der Statistik - Modell kooperativer Stadtentwicklung‹ fällt der Startschuss für die künstlerischen Pioniernutzungen des Kooperationsprojekts STATISTA  im Haus der Statistik am Alexanderplatz. Das seit mehr als 10 Jahren leerstehende Gebäude öffnet sich nun mit der Ausstellung für das Publikum. Und auch die ersten 30 Pioniernutzungen werden jetzt nach und nach die Bereiche im Erdgeschoss des Gebäudes mit Leben füllen.

Die Ausstellung erläutert die bisherige Entstehungsgeschichte des Projekts und wie es ab 2015 zur gemeinwohlorientierten Entwicklung des Gebäudekomplexes kam. Damals hatte die Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser, eine Gruppe engagierter Künstler*innen mit einer Kunstaktion zur Berlin Art Week versucht, den Verkauf des Hauses an Investoren und den damit verbundenen Abriss zu verhindern. Die Gruppe breitete ein großes Banner mit der Aufschrift ›Hier entstehen für Berlin: Räume für Kultur, Bildung und Soziales‹ an der Fassade aus, um die Diskussion zur Zukunft des Gebäudes in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Aktion erzielte einen unmittelbaren Effekt. Direkt im Anschluss formierte sich die Initiative Haus der Statistik als ein Bündnis von verschiedenen Berliner Akteur*innen, um aus dem Areal einen vielfältigen Ort für Kultur, Soziales, Bildung und integriertes Wohnen zu entwickeln.

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Mitte realisiert die Initiative nun die geforderten Räume, und darüber hinaus  ein neues Rathaus für Mitte sowie Verwaltungsnutzungen in den Bestandsgebäuden und durch einen 65.000 m² Neubau auf dem Areal.

Die Ausstellung zeigt nicht nur die Anfänge des Projekts und dokumentiert das städtebauliche Werkstattverfahren, sondern gibt auch einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung. Zeitgleich markiert sie den Beginn der künstlerischen Pioniernutzungen, die nun Teile des Gebäudes bis zur Berlin Art Week im September mit Leben füllen werden.  Darüber hinaus  besingt der von Bernadette La Hengst geleitete Chor der Statistik, der ab dem 7 AUG einmal wöchentlich in dem Gebäude probt, die Nachbarschaft mit utopischen Liedern über die Zukunft der Stadt. Und der Schriftzug auf dem Dach des Hauses verkündet bereits den städtischen Aufbruch: ›Allesandersplatz‹!

 

Haus der Statistik — Modell kooperativer Stadtentwicklung
Karl-Marx-Allee 1, Haus A (ehemalige Apotheke)
8 JUN—24 AUG
Do—Sa 13—18 Uhr
Eintritt frei

 

Chor der Statistik

Wer Lust am Singen und Schreiben von Liedern hat, ist auch ohne Chor-Erfahrung herzlich willkommen mitzumachen. Mehr Infos per E-Mail: lahengst@gmx.de