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© Elfie Semotan, o.T., Wien, 1997, a.d.S. Inspiriert von Lucian Freud, Motiv für Wittmann Möbel© KW Institute for Contemporary Art, Anna Daučíková, Upbringing by Touch, 1996 Series© John Bock, 2019. Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe© Toni R. Toivonen, Sliding Stop 2018, Brass, original substances of a dead animal, 200 x 300 cm, Foto: Angel Gil, Courtesy of Galerie Forsblom

18-06-19

EIN REIGEN AUSSTELLUNGEN

Haus am Lützowplatz, Neuer Berliner Kunstverein n.b.k., C/O Berlin, KW Institute for Contemporary Art: Alle Häuser haben spannende Einzel- und Gruppenschauen eröffnet und sind Partner der Berlin Art Week 2019. Hier ein Überblick der Veranstaltungen, bevor wir uns dann auf die Events im Kunstherbst freuen dürfen.

C/O Berlin wartet mit der österreichischen Fotografin Elfie Semotan auf: „Bilder, die wie Filmstills wirken sowie Personen- und Bildkompositionen, die stets eine Geschichte jenseits des Abgebildeten erzählen“, stehen im Vordergrund von 'Contradiction' (C/O Berlin). Die Fotos Semotans, die ihre Karriere als Fotomodell begann, überzeugen bis heute auch durch ihre imperfekte Schönheit und Eleganz. „Heute hört man mir zu, weil ich etwas zu sagen habe. Früher hat man mir zugehört, weil man mich gern angeschaut hat.“ (Elfie Semotan)

Eine weitere bemerkenswerte Künstlerin ist Anna Daučíková, Trägerin des Kunstpreises der Schering Stiftung 2018. Die in Bratislava geborene Daučíková nutzt Techniken wie Malerei, Fotografie, Collage, Film und Skulptur mit außergewöhnlicher Sensibilität und verbindet Überlegungen zur Rolle und Bedeutung der gestalterischen Moderne mit Identitätsfragen, „die stereotype Vorstellungen unterwandert.“ Daučíková reflektiert dabei „stets die Erzählung im Zerrspiegel persönlicher Erfahrungen (...), ohne sie einem voyeuristischen Blick preiszugeben“, wie die Begründung der Jury für die Auszeichnung lautet. Die an den Preis angeschlossene monografische Ausstellung in den KW Institute for Contemporary Art liefert einen Überblick über das künstlerische Werk Daučíkovás aus den vergangenen vier Jahrzehnten.

Die Gruppenausstellung ‚Mostly Happy—Finnish Art Today‘ im Haus am Lützowplatz präsentiert Vielfalt und Qualität der finnischen Gegenwartskunst. Zum zweiten Mal in Folge belegte Finnland den ersten Platz im ‚World Happiness Report‘ (2019 und 2018). Doch ist wirklich alles Gold, was glänzt? Wie stehen Selbst- und Fremdwahrnehmung zueinander im Verhältnis? Diese Fragen beleuchten im Haus am Lützowplatz zehn finnische Künstler*innen, deren Werke die Brüche komplexer zeitgenössischer Erfahrungen aufzeigen.

John Bock, einen der wichtigsten zeitgenössischen Performance- und Videokünstler, zeigt der Neue Berliner Kunstverein n.b.k. Bock hat seine Ausstellung 'Im AntliTZ des SchädelapparaTZ' mit Installationen, Filmen und Performances eigens für das Haus entwickelt. Im Zentrum stehen Vorträge oder „Lectures“, wie der Künstler sie nennt, unter Einbezug von 10 Live-Akteur*nnen, Tänzer*nnen und Schauspieler*nnen, die jene Bock‘schen Wortschöpfungen, Repetitionen, Lautmalereien und überraschende Sprachkombinationen zum Besten geben werden.


ELFIE SEMOTAN. CONTRADICTION
8 JUN—7 SEP 2019
Eröffnung 7 JUN, 19 Uhr

C/O Berlin Foundation
Amerika Haus
Hardenbergstraße 22—24
10623 Berlin
Mo—So 11—20 Uhr

 

KUNSTPREIS DER SCHERING STIFTUNG 2018. ANNA DAUČIKOVÁ
7 JUN—18 AUG 2019
Eröffnung 6 JUN, 19 Uhr

KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69
10117 Berlin
M—Mo 11—19 Uhr
Do 11—21 Uhr
dienstags geschlossen
Eintritt 8,- Euro (ermäßigt 6,-)

 

MOSTLY HAPPY. FINNISH ART TODAY
7 JUN—11 AUG 2019
Eröffnung 6 JUN 2019, 19 Uhr

Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9
10785 Berlin
Di—So 11—18 Uhr
Eintritt frei

 

JOHN BOCK. IM ANTLITZ DES SCHÄDELAPPARATZ
15 JUN—28 JUL  2019
Eröffnung 14 JUL 2019, 19 Uhr

Neuer Berliner Kunstverein n.b.k.
Chausseestraße 128/129
10115 Berlin
Di—So, 12—18 Uhr
Do 12—20 Uhr
Eintritt frei