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Lerato Shadi, Selogilwe, 2010 1-Kanal-Videoarbeit, 7 Std. 3 Min., Videostill. Courtesy Lerato Shadi © Marc Bauer Foto: Studio Marc Bauer, Courtesy the artist and Galerie Peter Kilchmann

01-07-20

ERSTE PROGRAMMBEITRÄGE 2020

Die Berlin Art Week lädt im September zum Neustart ins kulturelle Leben. Wie auch in den Jahren zuvor werden Ausstellungshäuser, Privatsammlungen, Projekträume und Galerien ihre Türen öffnen und ein Programm aus stadtweiten Ausstellungen und Veranstaltungen präsentieren. Dabei steht in diesem außergewöhnlichen Jahr die Sicherheit aller im Vordergrund. Hybride Formate und digitale Zugänge machen zusätzlich einen ortsungebundenen Besuch möglich.
 
Marc Bauer in der Berlinischen Galerie  
Eine Einzelausstellung ehrt den diesjährigen GASAG Kunstpreisgewinner Marc Bauer. Seine raumgreifenden Installationen aus Wandzeichnungen, Papierarbeiten, Animationen und Sounds werden in den Ausstellungsräumen der Berlinischen Galerie zu sehen sein und Themen wie Migration, Identität, Gender und Kritik an den neuen Medien behandeln.  
 
Vier Ausstellungseröffnungen im Kindl—Zentrum für zeitgenössische Kunst 
Im Kindl—Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnen mit der neuen künstlerischen Direktorin Kathrin Becker gleich vier Ausstellungen: Eine Gruppenausstellung, eine raumgreifende audiovisuelle Installation aus zwei Klangskulpturen von Nik Nowak sowie eine speziell für das Haus entwickelte Neuproduktion der Künstlerin Lerato Shadi, die als Vertreterin des ›Black Feminism‹ den marginalisierten Körper ins Zentrum ihres Werks stellt. Eine Filmarbeit der israelischen Künstlerin Ann Oren wird im neu geschaffenen ›M1 VideoSpace‹ zu sehen sein. 
 
Diskusives Veranstaltungsprogramm ›(EC)CENTRI|CITY Die exzentrische Stadt‹  
Das diskursive Veranstaltungsprogramm mit Filmen und Gesprächen, veranstaltet von der Akademie der Künste und kuratiert von Nadim Julien Samman (KW Center for Contemporary Art), wird im Rahmen der Ausstellung ›urbainable—stadthaltig. Positionen zur europäischen Stadt für das 21. Jahrhundert‹ stattfinden. Dafür kommen Architekt*innen, Wissenschaftler*innen und internationale Künstler*innen analog und digital zusammen. 
 
Künstlerische Intervention ›Wir (alle) sind das Volk‹ von Hans Haacke 
Auf Initiative des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) wird in Kooperation mit unter anderem dem Haus der Kulturen der Welt, der Akademie der Künste, dem Kindl—Zentrum für zeitgenössische Kunst und anderen das Kunstwerk ›Wir (alle) sind das Volk‹ (2003/2017) des Konzeptkünstlers Hans Haacke neu aufgelegt. Ursprünglich für einen öffentlichen Ideenwettbewerb in Leipzig entworfen, greift die Arbeit den Slogan ostdeutscher Demonstrant*innen von 1989/1990 auf, womit Haacke die Verbundenheit unter allen Menschen, Migrant*innen und Geflüchteten betont. Die Intervention wird Open Air in Form von Fahnen, Bannern und Plakaten an den Fassaden und Plätzen der Partner zu sehen sein.

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