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Fatoş Irwen, Şiryan, 2012, Film, 10', (verkürzte Version). © Fatoş Irwen
Yael Bartana, Inferno, 2013, Film 22'. © Yael Bartana
Jelena Jureša, Ubundu, 2019, Film still. © Jelena Jureša

Filmvorführung , Projektraum
BI'BAK

Art in Dark Times / Outdoor

Videoprogramm kuratiert von Galiat Eliat und Erden Kosova
Screenings Jelena Jureša, Yael Bartana, Fatoş Irwen

Sínema Transtopia
c/o Haus der Statistik—Haus B
Otto—Braun—Str. 70—72
10178 Berlin

Art in Dark Times diskutiert einige der akuten Probleme, die unsere heutigen Gesellschaften betreffen, wie Frauenfeindlichkeit, Rassismus und historischer Revisionismus. Das Videoprogramm ist eine Fortsetzung des diskursiven Programms, das bereits Anfang dieses Jahres im bi’bak begonnen hat, vereint die Videoarbeiten von drei Künstlerinnen. Unter Bezugnahme auf die Geschichte der Okapi, die 1919 aus belgischen Kolonien in den Antwerpener Zoo gebracht wurden, hinterfragt Jelena Jurešas Ubundu (2019) die rücksichtslose Ausbeutung der Natur durch moderne Gesellschaften und die kulturellen Projektionen, die diese Arroganz begleiten. Yael Bartanas Inferno (2013) zeichnet die Ideen hinter dem Bauprojekt des dritten Tempels Salomos in Sao Paolo und die inhärente Selbstzerstörung dieser neokonservativen Denkweise nach. Fatoş Irwens Şiryan (2012) enthüllt den zunehmenden Druck auf die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks, spielt aber auch auf die Ausdauer im Umgang mit solchen Beschädigungen an.

Die Filme werden während der Berlin Art Week an der Fassade von Sinema Transtopia, dem Kino-Experiment von bi’bak im Haus der Statistik, präsentiert.

Filme
UBUNDU, Jelena Jureša, 2019, 17 Min.
INFERNO, Yael Bartana, 2013, 22 Min.
ŞIRYAN, Fatoş Irwen, 2012, 10 Min. (gekürzte Fassung)

Jelena Jureša wurde in Novi Sad geboren und lebt derzeit in Gent. Sie hat sich an Hand von Fotografie, Video und Text intensiv mit Fragen der kulturellen Identität, des Geschlechts, der Politik der Erinnerung und des Vergessens beschäftigt. In ihrer Arbeit bezieht sie individuelle Geschichten und Identitätsfragen auf kollektive Prozesse des Vergessens und Erinnerns.

Yael Bartanas Filme, Installationen und Fotografien erforschen die Bilder kollektiver Identitäten und Erinnerungspolitiken anhand von Zeremonien, öffentlichen Ritualen und Abweichungen von der sozialen Norm. Ihre Filmtrilogie And Europe Will Be Stunned, in der die Beziehung zwischen Judentum und polnischer Identität diskutiert wird, wurde im polnischen Pavillon der Biennale von Venedig Mit Projekten wie Inferno (2013),True Finn (2014) und Pardes (2015), erweiterte sie ihre künstlerische Arbeit kinematografisch. Bartanas Werke wurden auf der ganzen Welt ausgestellt und sind Teil von Sammlungen in Museen wie dem Museum of Modern Art in New York City, der Tate Modern in London und dem Centre Pompidou in Paris.

Fatoş Irwen ist in der historischen Sûr-Nachbarschaft in Diyarbakır, Türkei, geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Abschluss an der Abteilung für visuelle Kunst an der Dicle-Universität begann sie an Sekundarschulen in Batman, Diyarbakır und dann in Istanbul zu unterrichten. Sie hat zu mehreren Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Performance-Veranstaltungen beigetragen. Irwen wurde kürzlich aus einer dreijährigen Haft entlassen. Sie bleibt weiterhin mit einem Lehrverbot belegt.
 



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