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Anselm Reyle, Untitled, 2018. Courtesy: The artist and KÖNIG GALERIE, Berlin, London, Tokio.
Peter Halley, Inside Game, 2019. © Peter Halley, courtesy Galerie Thomas Modern, Munich

Ausstellung , Weitere Termine
KÖNIG GALERIE

PETER HALLEY | ANSELM REYLE

10—13 SEP 2020

Johann König 
Dessauer Straße 6—7, 10963 Berlin
Do—So 12—20 Uhr

KÖNIG GALERIE freut sich anlässlich des Gallery Weekends von 10—13 SEP 2020 Peter Halley und Anselm Reyle in den Räumen der Dessauer Strasse 6—7 in Berlin-Kreuzberg zu zeigen.

Reyle und Halley tauschten schon Bilder untereinander und stellten auch bereits zusammen aus. Beide vereint ihre Faszination für formale Elemente wie Neonfarben und reliefartige Oberflächenstrukturen. Sie verfolgen gleichwohl sehr unterschiedliche künstlerische Strategien, die an die traditionellen Kategorien der klassischen und romantischen Kunst erinnern. Während Halleys Gemälde sich durch geometrische, farbintensive Malerei auszeichnen, entschied sich Anselm Reyle bewusst für eine Auswahl von Arbeiten, deren visuelle Qualität über das Material bestimmt wird. Folie und Metallspäne generieren ihre Farbigkeit über die Reflektion von Licht. Weitere farbige Elemente integriert Reyle durch die Verwendung von buntem Acrylglas und Neonröhren.
Peter Halleys Werke und Essays bilden die Grundlage des Neo-Geos. Darüber hinaus steht Halley deutlich in der Tradition konstruktivistischer Farbfeldmalerei. Durch Variationen in der Oberflächenstruktur bricht er die Zweidimensionalität der Leinwand auf und deutet das Relief als gestalterische Möglichkeit an. Hier finden Reyle und Halleys Arbeiten wieder zueinander. Anselm Reyle setzt das Relief in seinen Arbeiten noch viel deutlicher ein und hebt damit den skulpturalen Aspekt seines Werkes in den Vordergrund.
Beide Künstler verbindet ein starker Gegenwartsbezug. Bei Halley entsteht dieser über die Darstellung von Ordnungsstrukturen, wie Kommunikations- und Verkehrsnetzen oder Schaltplänen. Reyle referenziert durch die Verwendung von Folien und Spänen die moderne Konsumgesellschaft. Seine Inspiration bezieht er dabei beispielsweise aus Schaufensterdekorationen. Reyle wirft so Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Kitsch, der Bildwürdigkeit des Banalen und der künstlerischen Qualität vermeintlich billiger Materialien auf. Beide Künstler scheinen die BetrachterInnen auf Distanz zu halten. Die scharf geschnittenen geometrischen Figuren verleihen Halleys Arbeiten trotz aller Farbigkeit eine betont rationale Komponente. In Reyles Folien ist der Betrachter eher auf sich selbst zurückgeworfen als sich darin zu verlieren. Das ist jedoch nur konsequent, schöpfen doch beide Künstler hauptsächlich aus äußerlichen Einflüssen, nicht aus ihrem Inneren.

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