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Frank Heath, The Hollow Coin. Courtesy Fluentum

Private Sammlung
FLUENTUM

Ausstellung 11 SEP—16 NOV 2019
Eröffnung 10 SEP, 19—21 Uhr

Speaking Images

Anlässlich der Berlin Art Week 2019, freut sich Fluentum, die erste Ausstellung mit Werken aus der eigenen Sammlung mit dem Titel ›Speaking Images‹ zu präsentieren.

Die bewegten Bilder—Moving Images—sind das wichtigste Medium der Gegenwart. Videos, Filme, 3D-Animationen, virtuelle Welten, das sind auch die prägenden Formate der zeitgenössischen Kunst. Die politischen Dimensionen des eigenen Lebens, soziale Herausforderungen, alte und neue Grausamkeiten, die großen Fragen danach, wer wir sind und wer wir sein könnten, das alles zeigt sich bespielhaft wie nirgendwo sonst auf den Screens und Monitoren, die dem Wandel der Zeit seine visuelle Erscheinung geben.

Aber die bewegten Bilder zeigen nicht nur—sie sprechen auch. Dass Filme wesentlich auch akustische Werke sind, ist nicht der Rede wert; und dass vom Dokumentarfilm bis zum Computerspiel gesprochene und geschriebene Worte von der Ton- und Bildspur kaum wegzudenken sind, weiß jeder. Indes gibt es bewegte und bewegende Werke der Kunst, die über das alltägliche Sprachmaß der filmischen Genres hinaus das Wort, den Satz und die erzählte Geschichte weit in den Vordergrund oder gar in den Mittelpunkt des Geschehens rücken, die Sprache als eigentliches Mittel der Kunst verwenden und sich nur unzureichend als Moving Images bezeichnen lassen: es sind Speaking Images. Bewegte Sprach- und Schriftbilder, dem Ohr zugewandt oder dem lesenden Auge gewidmet.

Das widerspricht nicht etwa dem Bildlichen, das auch die Speaking Images kennzeichnet. Oft aber durchläuft Bild und Sprache eine Trennung, ein Riss, und in der Lücke zwischen beiden entsteht der eigentliche Raum des Werkes, vor dem wir stehen und der uns benötigt, um ihn auszufüllen. Was dieser Raum an Vorstellung, an Spekulation, an Wissen und Unwissen hervorbringt, ist eine gesonderte Betrachtung wert, die diese Ausstellung vornimmt. Sie entsteht in einer Zeit, in der sowohl Bilder als auch Worte zu oft unbedacht für bare Münze genommen und politisch festgenagelt werden auf die eine Aussage und den einen Sinn, den sie doch niemals haben können.

Text: Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber

Für seine erste Sammlungspräsentation hat Fluentum die Berliner Galeristen und Kuratoren Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber um eine thematische Auswahl von Arbeiten aus der Sammlung gebeten. Entstanden ist ›Speaking Images‹—ein dichter Parkour sprach- und textbetonter Arbeiten, der seinen Besuchern den unmittelbaren Kontakt beim Durchlaufen der Ausstellung erlaubt und auch vor audiovisuellen Konflikten zwischen den Werken nicht zurückschreckt.

Unter anderem mit: Frank Heath, Hiwa K, Sven Johne, Stefan Panhans, Hito Steyerl, Vibeke Tandberg und Katarina Zdjelar.

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