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Tobias Dostal, Hieronymus tanzen, 2019. Foto: Markus Georg
Tobias Dostal Kopfkino, 2017. Courtesy of KWADRAT Foto: Markus Georg

Ausstellung,
HAUS AM LÜTZOWPLATZ

Ausstellung 12 SEP—17 NOV 2019
Eröffnung 11 SEP 2019, 19 Uhr

Tobias Dostal. Perplexy

Das Haus am Lützowplatz (HaL) zeigt die erste Berliner institutionelle Einzelausstellung des Zeichners und Objektkünstlers Tobias Dostal (*1982). Unter dem Titel ›Perplexy‹ werden mehrere neue Arbeiten gezeigt, die vom Künstler ortsspezifisch konzipiert wurden. Die Besucherinnen und Besucher betreten beim Eingang in die verdunkelten Ausstellungsräume des Kunstvereins eine von der frühen Geschichte des Kinos inspirierte Welt, in der diverse Illusionsapparaturen ihre zum Teil geräuschvolle Arbeit verrichten. Es handelt sich dabei vor allem um Weiterentwicklungen und Variationen von Dostals kinetischen Lichtskulpturen und Animationsdisplays aus Acrylglas. Sie beruhen auf einem inszenierten ästhetischen Bruch, der nach der Verblüffung über den Bildzauber die Mechanismen seiner Erzeugung bloßlegt. Das Vorführen und die Wahrnehmung von Bildern sind das eigentliche Thema von Tobias Dostals Arbeiten, die sich als Antwort auf die Glätte und Verführungsmacht digitaler Virtualität verstehen lassen.

Tobias Dostal lebt seit 2014 in Berlin und war während seines Studiums 2004—2011 an der HFBK Braunschweig Student von Walter Dahn, Thomas Virnich und Christoph Schlingensief. Als Assistent von Schlingensief hat er ihn auf verschiedenen Reisen begleitet—so zum Beispiel zur Inszenierung des ›Fliegenden Holländers‹ 2007 in Manaus. Dostal war 2015 der erste Stipendiat von Schlingensiefs Operndorf-Stiftung in Burkina Faso, wo eine Serie von animierten Wasserzeichnungen entstanden ist, die wesentlich zur Vergabe des Horst-Janssen-Grafikpreises der Claus Hüppe-Stiftung 2017 an ihn beitrug. Der Preis ist einer der höchstdotierten Preise im Kontext der Zeichenkunst und wird alle drei Jahre verliehen, um neue innovative Positionen im Bereich der Zeichnung und der Grafik vorzustellen. Dostal wurde von Jorinde Voigt als Mentorin für diesen Preis vorgeschlagen, zu deren Jury u.a. Prof. Dr. Wulf Herzogenrath zählte. (Künstlerische Leitung: Dr. Marc Wellmann)

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