Donaustraße 84
12043 Berlin

theinstituteforendoticresearch.org

ÖFFNUNGSZEITEN
nach Vereinbarung

EINTRITT
freier Eintritt

›Unambitious Stripper‹ workshop by Isabel Lewis. Foto: Benjamin Busch. Courtesy The Institute for Endotic Research.Intervention by Sofia Lomba. Foto: Benjamin Busch. Courtesy The Institute for Endotic Research.

THE INSTITUTE FOR ENDOTIC RESEARCH (TIER)

Im Juni 2018 hat die Projektinitiative TIER einen eigenen Veranstaltungsort in der Donaustr. 84 in Berlin-Neukölln eingerichtet, der sich als direkte Fortführung der Initiative versteht. Seitdem wird TIER gemeinsam von Lorenzo Sandoval und dem Architekten / Künstler Benjamin Busch geleitet, unterstützt durch Mittel des Berliner Senats aus dem Arbeitsraumprogramm. Der Raum ist eine Art Versammlungsort, mit einem öffentlichen Programm verschiedenster Formen, das ständig angepasst und für neue Nutzungen umgerüstet wird. Das Institut dient als Basis für das Experimentieren mit Formen der Institutionalisierung, vermittelt durch Begegnungen zwischen Menschen, Materialien und Apparaten.

Wir widmen uns der (theoretischen und praktischen) Erforschung von Formen der Erzeugung und Präsentation von Themen im Zusammenhang mit dem Endotischen, einem Antonym für das Exotische. Der französische Schriftsteller George Perec nutzte das Endotische als konzeptionelles Mittel, um sich dem Alltag in seiner unmittelbaren Umgebung zu nähern. Mit dieser Idee beabsichtigte er, die Faszination des Erforschens zu bewahren und gleichzeitig eine Produktion der Figur des Anderen zu vermeiden. In der Öffentlichkeit leiten wir einen Raum auf der Grundlage von Vorstellungen, die mit dem Häuslichen assoziiert werden und normalerweise auf die Privatsphäre und reproduktive Arbeit beschränkt sind. Im Vordergrund dieser Beziehung zum Häuslichen steht der Projektraum, indem ein öffentliches Programm mit einem bewohnbaren Raum für transdisziplinäre Projekte kombiniert wird. Unsere Betonung der kooperativen Nutzung des Raums spiegelt seinen Status als immer schon von den Arbeiten der Gäste besiedelter Ort wider.

Bei der Gestaltung unseres öffentlichen Programms arbeiten wir mit drei Formaten: Begegnungen, Workshops und Interventionen. Wir fordern die Idee einer Ausstellung heraus und verstehen den Raum als einen Text, der ständig geschrieben und umgeschrieben, bearbeitet und neu konfiguriert wird. Begegnungen sind informelle Zusammentreffen, die als erweiterte Atelierbesuche gedacht sind, während die Workshops den Teilnehmer*innen das Erlernen neuer Fähigkeiten eröffnen. Interventionen laden Kunstschaffende dazu ein, den Raum gemeinsam zu gestalten. Jeder Eingriff reagiert auf den Status quo des Raumes und transformiert ihn. Wir laden Künstler*innen, Architekt*innen und andere Praktiker*innen ein, ortsspezifische Interventionen im Raum zu schaffen, um Atmosphären und Kunstwerke auch als funktionale Infrastruktur zu erzeugen, während wir auch unsere eigenen architektonischen Apparate produzieren, um dem Raum eine Textur zu verleihen. Beide dienen als eine offene Struktur für die Rekombination von Beziehungen zwischen Personen und Objekten. Wir bitten die eingeladenen Künstler*innen und Praktiker*innen auf diesen Kontext zu reagieren, während sie ihre Technik als Teil eines kollektiv enträtselnden Textes anwenden. Das Programm ist als Gewebe konzipiert, das aus fünf ineinander verwobenen thematischen Fäden besteht: cultivation, building strength, making public, percenting und technics. Diese Fäden dienen als theoretische Leitmotive, an denen sich Kooperationen thematisch orientieren.

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