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Anri Sala, 1395 Days without Red, 2011, Einkanal-HD-Video © Anri Sala, Šejla Kamerić, Artangel, SCCA/2011, VG Bild-Kunst, Bonn, 2018 Courtesy: Marian Goodman Gallery, Hauser & Wirth

10-09-19

Die kreative Stadt—wie sich die GASAG für Berlin engagiert

172 Jahre! Auf eine so lange Geschichte können nur wenige Unternehmen zurückblicken. Sie beginnt mit den ersten Gaslaternen, die als technischer Fortschritt den Weg Berlins zur Metropole beleuchteten; und führt über die Versorgung der Berliner*innen mit Wärme in ihren Wohnungen über die Teilung in zwei Hälften bis zur sogenannten Wiedervereinigung in den 1990er Jahren. Kaum ein anderes Unternehmen begleitet die Geschichte Berlins so wie die Gasag, die seit mehr als 170 Jahren Teil der Stadt ist und sich heute mit einem vielfältigen Engagement für eine lebendige, kreative und offene Stadtgesellschaft einsetzt. Seit zwei Jahren ist die Gasag auch Sponsor der Berlin Art Week, und bleibt dies auch bis 2021.

Wir sind sehr stolz, diese Veranstaltung mit internationaler Strahlkraft zu fördern. Sie ist für viele Akteur*innen der weltweiten Kunstszene ein Anziehungspunkt und trägt dazu bei, dass in Berlin tätige Künstler*innen durch diese Plattform auch über die Landesgrenzen hinaus stärker wahrgenommen werden. Als Hauptsponsor der Berlin Art Week leisten wir einen Beitrag, die Zukunft des Kunststandortes Berlin zu stärken“, so Dr. Gerhard Holtmeier, Vorsitzender des Vorstandes der Gasag AG.

Schon seit vielen Jahren fördert die Gasag die Berliner Kunst- und Kulturlandschaft. Sei es mit dem Engagement für das Atelier Bunter Jakob, das Kinder und Jugendliche in der Berlinischen Galerie mit Spiel und Spaß an die Kunst heranführt; oder dem alle zwei Jahre im Rahmen der Berlin Art Week vergebenen Gasag Kunstpreis, mit dem das Unternehmen Nachwuchskünstler*innen auszeichnet. Für die Gasag hat Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie, nun exklusiv seine Empfehlungen für die Woche der Berlin Art Week zusammengestellt:

 

C/O Berlin ›No Photos on The Dance Floor‹ 

Nach dem Fall der Mauer im Jahr 1989 entstanden in Berlin überall neue Clubs, Bars, Galerien, Ateliers und Studios. Die wilde Clubszene der Stadt explodierte in dieser Zeit regelrecht und wird in der Ausstellung durch Fotografien, Videos und auch Partys im Rahmenprogramm wieder zum Leben erweckt. ›No Photos on The Dance Floor‹ ist die strikte Regel, die fast alle Berliner Clubs heute, dem Selfie-Wahn trotzend, noch verfolgen. Über diese Regel haben sich allem Anschein nach immer wieder Künstler*innen hinweggesetzt und die Ergebnisse kann man bei C/O Berlin anschauen. 

KW Institute for Contemporary Art ›The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue‹ 

Mit Christina Ramberg, einer 1946 geborenen und 1995 verstorbenen amerikanischen Künstlerin, stellen die Kunst Werke in der Auguststraße eine in Deutschland nahezu unbekannte Malerin vor. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Gruppe bizarrer, bisweilen erotisch düsterer Gemälde Rambergs, die um Arbeiten weiterer Künstler*innen erweitert werden, die von Rambergs künstlerischem Ansatz inspiriert wurden. Ihre Gemälde im Dialog mit den anderen ausgewählten Positionen versprechen eine inspirierende Entdeckung zu werden. 

EAM Collection ›So war das Bauhaus Immaginista‹ 

Bei der Sammlung von Elke und Arno Morenz, die in einem Charlottenburger Dachgeschoss immer wieder mit wechselnden thematischen Schwerpunkten ausgestellt wird, handelt es sich um eine der interessantesten Privatsammlungen der Stadt und einen Geheimtipp. Im Mittelpunkt steht die eigentlich eher literarisch ausgerichtete Bewegung der Lettristen, die ihr Zentrum im Paris der Nachkriegsjahre hatten. Zur Berlin Art Week zeigt die Sammlung mit ›Bauhaus Immaginista‹ einen »Wiederbelebungsversuch« der Bauhaus-Idee, die nach dem Zweiten Weltkrieg vom dänischen Maler Asger Jorn versucht wurde und im Jahr des Bauhausjubiläums etwas über den großen, immer noch andauernden Einfluss dieser Idee erzählt. 

Datscha Radio  ›A Garden in The Air‹ 

Datscha Radio ist eine seit 2012 aktive Berliner Radiokunst-Initiative, die sich für eine erweiterte Kultur des Radiomachens einsetzt. Zur Eröffnung der ›Radio Seeds Bombs‹ kann man sich zu einer klangkünstlerischen Intervention am 13 SEP im Humboldthain Club einfinden und auch sein eigenes Radio mitbringen. Oder man kann die Radiokunst von Kate Donovan, Niki Matita und Gabi Schaffner auch auf datscharadio.de hören, überall dort, wo man ins Internet kann. Eine neue Hörerfahrung wird den Besucher*innen der Website gewiss sein. 

Gropius Bau ›Durch Mauern gehen‹ 

Der 30. Jahrestag des Mauerfalls ist Anlass dieser Gruppenausstellung im Gropius Bau, die Werke einer Reihe von zeitgenössischen Künstler*innen vereint, die sich mit dem leider immer noch erschreckend aktuellen Thema von Grenzen, Barrieren und Mauern als Instrumente gesellschaftlicher und politischer Kontrolle befassen. Das Separieren, das Ausgrenzen und Trennen scheint zu einem typischen zeitgenössischen Phänomen geworden zu sein und die Ausstellung fragt nach der Symbolkraft von Mauern und deren Wirkung als Mittel der Ausgrenzung. 

 

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